Messer pflegen und schärfen


Das Thema Messer pflegen ist schnell abgehakt:

Keine Feuchtigkeit, schon gar kein Salzwasser! 
Kein Stahl ist Rostfrei!

Das Messer nicht nass in die Scheide stecken und auch sonst nicht zu lange in der Lederscheide aufbewahren!
Chemische Reaktionen zwischen der Gerbsäure im Leder und dem Metall geben im Leder üble schwarze Flecken, die nicht wieder rausgehen, auf der Klinge setzt sich Rost an.

Ab und zu ein Tropfen Ballistol auf die Klinge kann nicht schaden.

Kein Glas, kein Porzellan und auch sonst keine harte Unterlage zum Schneiden verwenden! Niemals!!!

Ausserdem: ein Messer ist ein Schneidwerkzeug, keine Brechstange!
Ich habe lieber ein Messer mit einer kleinen, schmalen und superscharfen Klinge in der Tasche, das ich fast stündlich brauche,
als ein Superramboüberlebensmesser, mit dem ich nicht mal Kuchen schneiden kann, das mir aber im Notfall (ja, wie oft passiert´s denn eigentlich?) vielleicht ermöglicht, eine Autotür aufzuhebelnf oder mich durch die Aussenwand eines Hubschraubers zu sägen ;-)

So viel für´s Erste über die Pflege, wobei wir auch schon beim Thema "Schärfen" wären.



Das Thema Schärfen ist vielschichtig und diffizil!

Der Bandschleifer und die Schwabbelscheibe sind sicher nichts für Ungeübte und überhaupt sehr gefährlich - für Messer und Benutzer!

Ich persönlich sehe im Messer Schärfen eher was Meditatives.
Das ist keine Hau-Ruck-Aktion. Das braucht Zeit, Geduld und Muße.

Wer sich in dieser Thematik vertiefen möchte, dem möchte ich einige Aufsätze zum Thema schärfen empfehlen:

http://www.capeforge.com/sharp.htm (von Mike de Punte of CAPE FORGE)
Sharpening (von Joe Talmadge; bei KnifeArt)


Die ultimative Methode ist sicher ein (freihändiges, d. h. ohne Winkellehren) Schleifen auf einem guten Stein, vorzugsweise einem (japanischen) Wasserstein. Das ist aber was für Wagemutige - wer´s kann, der bekommt Applaus :-) und eine rasiermesserscharfe Klinge!

Wir führen japanische Wassersteine in unserem Angebot.


 


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Seite aktualisiert 17.07.2006