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Methode 1: Leinöl
- die klassische Methode
Dies ist
eine klassische und
natürliche Methode, um insbesondere Maserbirke und anderen
gemaserten
Hölzern eine dauerhafte, harte und wetterbeständige
Oberfläche
zu verleihen.
Variante
1a: Rohes Leinöl
bzw. Leinölfirnis, unverdünnt
Anwendung:
Der
Messergriff wird für
einige Tage in Leinöl eingelegt (z. B. in einem verschlossenen
Glas
mit Schraubverschluss, in dessen Deckel in Schlitz für die Klinge
eingestanzt wird; alles rundherum abdichten). Wenn sich das Holz
vollständig
mit dem Leinöl vollgesaugt hat, den Überstand komplett mit
einem
fusselfreien Lappen abreiben.
Danach
ein paar Wochen trocknen
lassen. Das Leinöl oxidiert dann mit dem Luftsauerstoff und bildet
Linoxyn. Die Oberfläche wird extrem hart und
widerstandsfähig.
Vorteil:
Rohes Leinöl unverdünnt
vergilbt nicht so stark
Nachteil:
lange bis sehr lange
Trockenzeiten (nichts für Ungeduldige)
Variante
1b: Leinöl
bzw. Leinölfirnis zu 50% mit Terpentin verdünnt
Sog.
Halböl besteht zu
je 50% aus echtem Balsam-Terpentin (kein Terpentinersatz!!!) und
Leinöl
bzw. Leinölfirnis. Das Terpentin als Verdünner bewirkt eine
wesentlich
kürzere Trocken- und Aushärtezeit des Leinöls. (bitte
auch
hier die Gefahrenhinweise beachten!)
Firnis
enthält, im Gegensatz
zum rohem Leinöl, sog. Sikkative (Stoffe, die die Trockenzeit
beschleunigen).
Anwendung:
wie bei
Variante 1a.
Vorteil:
Trocknet verhältnismässig
schnell (ca. 1-2 Wochen)
Nachteil:
Leinölfirnis
gilbt etwas nach (was manchmal gewünscht wird)
Variante
1c: Halböl
mit Zusatz von Teer
Der
Zusatz von Teer (z.B. Birkenteer
(Pix Betulia) gibts in der Apotheke)
im
Halböl bewirkt eine
rötlichbraune Verfärbung des Holzes.
Anwendung:
wie bei
Variante 1a.
man kann
auch nur Holzteer
verwenden, der auf den Griff gestrichen wird auch hier: Überstand
komplett abwischen
Achtung
- Gefahrenhinweis:
Bei der
Verwendung von leinölhaltigen
Produkten besteht selbstentzündungsgefahr der Putzlappen!!! - mit
Leinöl getränkte Lappen deshalb sofort fachgerecht entsorgen,
damit nichts passiert.

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